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Aktuelles

"Vorgeschichte der Gegenwart. Dimensionen des Strukturbruchs nach dem Boom" erschienen

17.02.2016 | Mike Hengge

Wer die 1970er und 1980er Jahre erlebte, erlebte sie vielfach als eine Zeit der Brüche, der Veränderung und der Krisen. Die beiden Ölkrisen verwiesen auf die «Grenzen des Wachstums» und auf das Auslaufen der industriellen Moderne. Der Glaube an den Fortschritt wich einer teils manifesten, teils diffusen Zukunftsangst, gegen die auch althergebrachte Rezepte wie politische Weltanschauungen oder Religionen weitgehend wirkungslos blieben. Doch diese beiden Jahrzehnte erschöpften sich nicht in krisenhaften Erschütterungen sozialer, politischer und ökonomischer Strukturen, sondern brachten auch neue Entwicklungsmöglichkeiten und Lebenschancen mit sich. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur veränderten sich so rasch und nachhaltig, dass schon Zeitgenossen den Zäsurcharakter dieser Jahre konstatieren, ohne allerdings die ebenso vielfältigen wie widersprüchlichen Umbrüche nach dem Boom auf den Punkt bringen zu können. Im Mittelpunkt des Bandes steht die Frage nach der Reichweite, dem Tiefgang und der Wirkung von Strukturwandel und Beschleunigung seit den 1970er Jahren. Die Autorinnen und Autoren beschreiben den Formwandel und die Strukturbrüche der Arbeitswelt, analysieren die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik zwischen Kontinuität und Bruch, untersuchen die Entwicklung von der Konsum- zur Konsumentengesellschaft und hinterfragen Zeitdiagnosen und Erwartungshorizonte. Sie reflektieren kritisch das Verhältnis von Kontinuität und Zäsur und zeichnen so ein plastisches Bild der Vorgeschichte unserer Gegenwart.
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"Zeitgeschichte im Gespräch: Die Anfänge der Gegenwart - Umbrüche in Westeuropa nach dem Boom" erschienen

05.02.2014 | Martin Schmitt

Anfang des Jahres ist im Oldenbourgh-Verlag der Band "Zeitgeschichte im Gespräch: Die Anfänge der Gegenwart - Umbrüche in Westeuropa nach dem Boom" erschienen, herausgegeben von Morten Reitmayer und Thomas Schlemmer. Auszug aus dem Klappentext: "Die Autorinnen und Autoren des Bandes spüren den Umbrüchen an ausgewählten Beispielen nach, sie fragen nach dem Verhältnis von Kontinuität und Zäsur und schärfen so den Blick für die Anfänge der Gegenwart. Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin.

[...] Reitmayer, Morten: Morten Reitmayer ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Trier.
Schlemmer, Thomas: Thomas Schlemmer, geboren 1967, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, von 2001- 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom."
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Newsletter Nr. 21

04.12.2013 | Martin Schmitt

Der "Nach dem Boom"-Newsletter Nr. 21 ist seit heute online abrufbar. Neben aktuellen Konferenzankündigungen, Call for Papers und Rezensionen aus dem thematischen Umfeld des Forschungsprojektes "Nach dem Boom" findet diesmal im Newsletter die Frage nach "Krisen" eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Neues assoziiertes Projekt: Freiräume, Sozialdienste und Gleichstellung. Neue Frauenbewegung und Wertewandel in der katholischen Provinz in den 1970er bis 1990er Jahren.

06.11.2013 | Martin Schmitt

Wir freuen uns, das Projekt "Freiräume, Sozialdienste und Gleichstellung. Neue Frauenbewegung und Wertewandel in der katholischen Provinz in den 1970er bis 1990er Jahren" von Frau Christine Bald M.A. als neues assoziiertes Projekt im Kontext des Forschungsprojektes "Nach dem Boom" willkommen zu heißen. Chistine Bald, die an der Universität Trier forscht, möchte den Blick in der Untersuchung der Frauenbewegung auf kleineren Städten und ländlichen Regionen lenken, in denen vielfältige neue Frauenvereinigungen, –initiativen und –projekte entstehen konnten und analysieren, welche Wirkung sie dort entfalteten. Zur Projektseite von Christine Bald M.A.

Tagungsbericht: Die Vorgeschichte der Gegenwart

01.10.2013 | Martin Schmitt

Die bis ins letzte Drittel des 20. Jahrhunderts zurückreichende Vorgeschichte der Gegenwart bildete den zeitlichen Rahmen für die vom Institut für Zeitgeschichte und vom Tübingen-Trierer DFG-Forschungsverbund „Nach dem Boom“ organisierte Tagung. Auf unserer Webseite finden Sie einen ausführlichen Tagungsbericht von Christian Marx zur Abschlusstagung in München.

Webseite in Englisch verfübar

06.06.2013 | Martin Schmitt

Die Geschichte des Strukturbruchs macht nicht an Sprachgrenzen halt. Auf Grund der internationalen Relevanz des Forschungsprojektes "Nach dem Boom" ist die Webseite seit heute auch in englischer Sprache verfügbar.

Konferenz: Vorgeschichte der Gegenwart

03.06.2013 | Martin Schmitt

Vom 27. - 29. Juni 2013 findet in München die Nach dem Boom - Abschlusstagung: "Vorgeschichte der Gegenwart. Dimensionen des Strukturbruchs nach dem Boom" statt.

Bereits für die Zeitgenossen waren die 1970er Jahre eine Zeit beschleunigten Wandels – eines Wandels, der zunächst vor allem als krisenhaft wahrgenommen wurde. Der Ölpreisschock verwies auf die „Grenzen des Wachstums“ und auf das Auslaufen der industriellen Moderne, der Glaube an den Fortschritt wich einer teils manifesten, teils diffusen Zukunftsangst, gegen die auch althergebrachte Rezepte wie politische Weltanschauungen oder Religion weitgehend wirkungslos blieben. Doch die 1970er Jahre erschöpften sich – wie das gesamte letzte Drittel des 20. Jahrhunderts – nicht in krisenhaften Erschütterungen sozialer, politischer und ökonomischer Strukturen, sondern brachten auch neue Entwicklungsmöglichkeiten und Lebenschancen mit sich. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur veränderten sich so rasch und nachhaltig, dass schon Zeitgenossen den Zäsurcharakter dieser Dekaden konstatierten, ohne allerdings die ebenso vielfältigen wie widersprüchlichen Umbrüche nach dem Boom auf den Punkt bringen zu können. Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Frage nach der Reichweite, dem Tiefgang und der Wirkung von Strukturwandel und Beschleunigung seit den 1970er Jahren. Die Referentinnen und Referenten spüren den Umbrüchen an ausgewählten Beispielen nach, hinterfragen Zeitdiagnosen und Erwartungshorizonte, reflektieren kritisch das Verhältnis von Kontinuität und Zäsur und schärfen so den Blick für die Anfänge der Gegenwart.

Tagungsort
Institut für Zeitgeschichte
Leonrodstraße 46b
80636 München

Programmheft "Vorgeschichte der Gegenwart"

Newsletter Nr. 19

29.04.2013 | Martin Schmitt

Der "Nach dem Boom"-Newsletter Nr. 19 ist seit heute online abrufbar. Neben aktuellen Konferenzankündigungen, Call for Papers und Rezensionen aus dem thematischen Umfeld des Forschungsprojektes "Nach dem Boom" ist diesmal die Berichterstattung zum Tode Margret Thatchers Schwerpunkt des Newsletter.

Assoziierte Projekte

23.01.2013 | Martin Schmitt

Im Umfeld der Strukturbruchthese "Nach dem Boom" entstanden in letzter Zeit an den Universitäten Trier und Tübingen zahlreiche assoziierte Projekte. Diese werden in der neu eingerichteten Kategorie "Assoziierte" aufgeführt und näher erläutert. Konkret handelt es sich dabei um die Projekte "Anpassung und Innovation regionaler Industriekulturen Westeuropas „nach dem Boom“ von Marc Bonaldo Fuolega, der die Krise und Entwicklung mittelständischer Wirtschaftsregionen 1973-2000 am Beispiel Württembergs in der Zeit von 1973-2000 näher beleuchtet. Unter dem Titel "Bewegung im Raum" untersucht Raphael Emanuel Dorn den Einfluss von räumlicher Mobilität auf den sozialen Raum in einer sozialgeschichtliche Studie zur Bundesrepublik Deutschland. "Zwischen Hafenwirtschaft und kreativer Klasse" von Arndt Neumann fragt nach dem Wandel der Arbeitswelt und Veränderungen des städtischen Raumes in Hamburg von 1960 bis 2010. Wiebke Wiede schließlich untersucht in "Das arbeitslose Subjekt" die Gouvernementalitäten von Arbeitslosigkeit in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland 1964 bis 1990. An der Universität Tübingen schließlich hat das Dissertationsprojekt von Maria Dörnemann die Bevölkerungspolitik internationaler Organisationen in Kenia in 1960er bis 1980er Jahren zum Gegenstand.

Newsletter Nr. 17

29.12.2012 | Martin Schmitt

Heute ist der neue Newsletter des Boom-Projektes erschienen. Darin enthalten sind aktuelle Call for Papers, Konferenzhinweise, Rezensionen und aktuelle Tagungsberichte zu Themen im Kontext des Strukturbruchs. Viel Spaß bei der Lektüre! Die vergangenen Newsletter werden nach und nach veröffentlicht.

Neue Webseite online!

12.02.2011 | Martin Schmitt

Seit heute ist der Webauftritt des Forschungsverbundes "Nach dem Boom" online. Auf der Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zum Projekt und seinen Bearbeitern. Außerdem wird an dieser Stelle regelmäßig über Neuigkeiten zum Projekt berichtet, auf interessante Tagungen und neue Literatur aufmerksam gemacht.